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Blog & Wissenswertes

Urlaubsbegegnung mit Straßentieren

von Vanessa Bisek
Spanien, Griechenland, Kroatien, aber auch Bali und Thailand gehören nicht nur zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen, sie sind auch Heimat vieler Straßentiere. Ob herrenlos oder nicht – sowohl Katzen als auch Hunde leben hier oftmals auf der Straße. Auch wenn der Anblick von Streunern in fast jedem von uns das Helfersyndrom weckt und das Herz erweicht, so ist nicht jedes Tier, dass augenscheinlich auf der Straße lebt auch gleichzeitig hilfebedürftig. Doch wie genau kann man erkennen, ob ein Tier Hilfe braucht und ist dem Tier mit einer Mitnahme nach Deutschland wirklich geholfen? Ein paar Antworten haben wir zusammengefasst:

Vorbereitung in Deutschland

Damit die Konfrontation mit Straßentieren im Urlaubsland nicht zu einer Überforderung führt, können bereits in Deutschland bestimmte Vorkehrungen getroffen werden. So kann man z.B. bereits im Vorfeld recherchieren, wie das Land, das man bereist, überhaupt zu diesen Tieren steht und wie es vor Ort mit dem Tierschutz aussieht. Idealerweise notiert man sich bereits vor der Reise ein paar seriöse Tierschutzvereine und Tierärzte in der Nähe des Urlaubszieles, damit man im Notfall schneller agieren kann.

Kulturelle Unterschiede erkennen und akzeptieren

Zu beachten ist, dass die Beziehung zu Hund und Katze sowohl in Südeuropa als auch in Südostasien eine andere ist, als die, die wir kennen. Während unser geliebtes Haustier in Deutschland den Stellenwert eines Familienmitgliedes genießt, so erfüllen sie in anderen Ländern oftmals einen Zweck wie z.B. das Hüten von Haus und Hof. Dabei leben die Tiere selten in den vier Wänden ihrer Besitzer, sondern draußen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Besitzer sich nicht kümmern, was man unschwer am gepflegten Äußeren der Tiere erkennen kann. Aus diesen Gründen gilt: Nicht jeder herumstreunernde Hund oder freilaufende Katze ist herrenlos.

Wie erkenne ich ein Tier Not?

Wird ein Tier aufgefunden, das akute Verletzungen aufweist oder gar in Lebensgefahr schwebt, ist selbstverständlich schnelles Handeln gefragt. In diesem Fall sollte ein Kontakt zum Tierschutzverein hergestellt und das Tier zum Tierarzt gebracht werden. Hat das Tier keine Verletzungen, aber man ist dennoch besorgt, so heißt es: beobachten. Um die Situation richtig einzuschätzen können Einheimische gefragt werden, ob sie das Tier kennen oder im Zweifel auch der Tierschutzverein hinzugezogen werden. Es besteht in jedem Falle Handlungsbedarf, wenn Welpen gefunden werden, die eindeutig „entsorgt“ worden sind, was leider keine Seltenheit ist. Sollte die Situation jedoch nicht eindeutig sein, gilt auch hier: erst beobachten. In keinem Fall dürfen Jungtiere von Ihrer Mutter getrennt werden, die sich oft für mehrere Stunden auf Futtersuche begibt.

Keine Vorschnelle Adoption

Manchmal geschieht es doch und man verliert sein Herz an eine Straßenkatze oder einen Straßenhund. Ist man sich 100%ig sicher, dass das Tier herrenlos ist, steht man auch schon vor einer Vielzahl an behördlichen Hindernissen. „Einfach mitnehmen“ ist so gut wie nie möglich. Als verantwortungsbewusster Mensch sollte man zudem abwägen, ob dem Tier mit einer Mitnahme nach Deutschland wirklich geholfen ist. Während sich ein Jungtier relativ schnell an neue Situationen gewöhnen kann, würde man z.B. dem Hund, der bereits seit mehreren Jahren auf der Straße in Freiheit lebt keinen großen Gefallen tun. Straßentiere haben über Generationen gelernt ihr Leben auf der Straße zu bestreiten und sind daher schwer zu domestizieren. Auch wenn Sie freundlich und unkompliziert erscheinen, so bringt solch ein gravierender Kulturwechsel in erster Linie viel Stress mit sich. Nicht jeder Hund möchte sein Revier gegen eine 2-Zimmer Wohnung in der Stadt tauschen, Autofahren und an der Leine laufen. So sollte in erster Linie an das Wohl des Tieres gedacht werden.

Aber füttern ist doch in Ordnung, oder?

So schwer es uns auch fallen mag, den Knopfaugen eines bettelnden Hundes zu widerstehen, so ist vom Füttern von Straßentieren abzuraten. Die Tiere gewöhnen sich schnell an die neue Futterquelle und stehen nach der Hauptsaison vor der Schwierigkeit, sich eine neue zu suchen. Es kann auch dazu führen, dass andere Touristen den Anblick von Straßerentieren, aus welchen Gründen auch immer, nicht ertragen und sich beim Reiseveranstalter beschweren. Dies kann schwerwiegende Folgen für die Tiere haben, da je nach Land zu radikalen bis hin zu tödlichen Vergrämungsmaßnahmen gegriffen wird.

Wie kann ich sonst helfen?

In Ländern, die ein Problem mit Straßentieren haben, sind Kastrations- und Bildungsprogramme, die langfristig das Ziel haben, die Population einzudämmen und zu kontrollieren, die einzige nachhaltige Lösung. Ganz einfach kann man diese z.B. mit Kastrationspatenschaften unterstützen. Lokale Tierschutzvereine freuen sich natürlich auch über Geld- Futter oder Sachspenden oder einfach eine ehrenamtliche unterstützende Hand! Ebenfalls können Flugpatenschaften, bei denen man ein bereits ausreisefertiges Tier mit nach Deutschland nimmt, übernommen werden. Bei all diesen Punkten darf eines nicht vergessen werden: Urlaub genießen!

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